August 13

Alles Liebe!

 Dieser Tag war ebenfalls mein Lieblingstag. Ich freue mich gerade, dass ich einfach soo viele Ereignisreiche Tage erlebt habe und das mit sehr sehr wenig Geld.

Ich stand morgens auf, als es hell war. Keine Ahnung wie spät es war. Die Nacht habe ich durchaus gut geschlafen. Morgens lernte ich noch schnell den letzten aus dem Hostelzimmer Nr 35 kennen. Er war echt ne Schlafnase und kam aus Afrika.

Ich frühstückte in der feinen süßen Küche mit zwei Mitmenschen, Tim aus Frankfurt und Joan aus Kolumbien, und wusste da noch nicht, dass ich die lustigste Zeit mit den beiden in Dresden an diesem Tag haben werde. Sofort kamen wir ins Gespräch und frühstückten lange mit sehr viel Kaffee. Kaffee war umsonst. Das war mein großes Glück in der Stunde.

Danach wollte ich mich eigentlch mit einem Laptop vom Hostel in eine Kissenlandschaft schmeißen und schonmal anfangen mit dem Reisetagebuch, aber ich habe mich mit anderen Menschen aus Deutschland weiter in Gespräche verzwickt. Es endete damit, dass drei Stunden vergangen sind, wir angefahrene Fotos vor dem Hostel gemacht haben und die mich urkomischlustig fanden. Wir tauschten Mailadressen für Fotoaustauschzwecke aus, um uns gegenseitig an uns zu erinnern. Um zwölf Uhr musste ich auschecken. Schließlich brauchte ich nur eine Unterkunft für eine Nacht.

Dann habe ich mich mit Tim und Joan verabredet. Wir liefen einfach los Richtung Altstadt. Joan wollte unbedingt mehr Deutsch lernen. Das war seine Aufgabe in den nächsten Stunden. Zunächst aß er eine richtig deutsche Currywurst. Er war ziemlich selbstbewusst bei seiner Bestellung, aber danach schrieb ich ihm „ich möchte“ auf seine Hand. Das kann er immer anwenden, wenn er etwas wolle.

Als wir auf der Carolabrücke waren (ich habe mich im letzten Text vertan, es war ebenfalls die Carolabrücke, nicht die Augustusbrücke), begann ich zu filmen. Jeder hat etwas über sich gesagt. Dann gingen wir in die Frauenkirche, weil die Jungs Architekten waren und sich das ganze Schauspiel ansehen wollten.

Der nächste Halt war der Zwinger. Vorher habe ich wieder ein Video gedreht, indem Joan seine gelernten Deutschwörter aufsagte. Zum Beispiel lecker, geil, Wort, ich liebe Deutschland, ich bin in Dresden, ich bin 23 Jahre alt, tschüss und noch mehr. Tims Vorschlag zum Zwinger zu gehen, war ne super Idee. Dort gab es kleine Brunnen, in denen wir uns abgekühlt haben, wie alle anderen Kinder. Nach ner halben Stunde Fotos, Videos und Spaß wurden wir aus dem Wasser raus gebeten. Keine Ahnung warum. Letzten Endes haben wir noch ein Bier auf dem Weg zum Hostel getrunken, und um 18uhr habe ich mich mit meinem Couchsurfing Kumpanen Rico getroffen. Es war so wunderbar zu erfahren, dass ich ein Hochbett bekomme. Ein Hochbett !!! Ich liebe Hochbetten !!! Direkt darunter befand sich seine Meditationsecke, einen Balkon hatte ich direkt an meinem Zimmer und zum duschen habe ich seine Reggae-Musik gehört. Als ich die Wohnung betrat, begrüßte mich ein leichter angenehmer Geruch von Räucherstäbchen. Ich durfte mich fühlen wie zu Hause. Und so war es auch. Wir gingen noch einkaufen und ich merkte, dass er ein guter Mensch ist. Er sagte oft „Alles Liebe“ zum Abschied. Und das mit Herz. Das mache ich jetzt auch hier in Münster. Viel besser als „Ciao bis dann“.

Am Abend ging es zur Abschieds-überraschungsparty von Manuel. Aber mist. Er hatte es leicht im Gefühl, dass ich in Dresden bin wegen ihm, aber er wusste es ja nicht genau. Trotzdem war alles ein voller Erfolg und ich war ziemlich aufgeregt, alle Menschen wiederzusehen, die ich schon kannste. Nici, Matze und Waldemar.

Später gingen wir noch in Katys Garage feiern. Auf dem Weg dorthin hat Nici ernsthaft geglaubt, dass ich ein Stab im Brustkorb hätte, zur Stabilisation von meinem Anker-Piercing. Manu hat se echt auf die Schippe genommen und ich habe alles auf Video. Der Abend ging fein zu Ende, und als ich im Hochbett lag und mir seine Gedichtsbücher durchlas über das Leben, bekam ich noch betrunkene Sprachnachrichten vom Rico, aber nein Danke, ich wollte keinen Döner mehr :D



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Posted 13. August 2014 by Frau Krearah in category Allgemein

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